Mai 2016

Ich bin ermahnt worden meine Webseite zu pflegen und fange mal damit an, am besten chronologisch.

 

        I.            Zusammen mit Hanna bin ich 2001 beim VI. Potsdam-Symposium gewesen. Wir haben anschließend diesen Artikel geschrieben:
VI. INTERNATIONAL POSTDAM SYMPOSIUM ON TICK-BORNE DISEASES Berlin, am 26. und 27. April 2001.“
Schon damals war deutlich, dass TBD und insbesondere die Borreliose keine einfache Sache sind. Und man musste gut hinhören, um die leise gesprochenen Mahnungen zu hören:
D. T. Dennis (CDC) „LB sei gut therapierbar, sofern die Diagnose im Frühstadium gestellt werde, die Behandlung rechtzeitig erfolge und auch angemessen sei. Ansonsten drohe ein schwerer Verlauf oder Invalidität.“
Es wurde von Persistern nach Therapie berichtet: „B. Wilske aus München berichtete über einen Patienten mit 10-jähriger ACA, der mehrfach antibiotisch behandelt worden ist. Dennoch ließen sich aus einer anschließenden Hautbiopsie nach 10-wöchiger Kultur Borrelien anzüchten. Dieses Ergebnis ist dem Engagement einer MTA zu verdanken.“

      II.            Die ganze Dramatik einer Vollbild-Borreliose wurde in dieser Fortbildungsveranstaltung im Marienkrankenhaus in Berlin 2001 dargestellt:
„Den Verlauf einer Neuroborreliose veranschaulichte Prof. Kursawe mit einer Video-Vorführung. Der ca. 55 Jahre alte Patient zeigte im November 1995, nach einem Zeckenstich im März 1995 (wie eine kleine Schürfwunde, violett, schwer heilend), eine Symptomatik, die zusammengefasst als atypisches Querschnittssyndrom (Guillain-Barré) mit Blasen- und Mastdarm-Störung, einer schlaffen Paraparese beider Beine und Schmerzsymptomatik beschrieben werden kann.“

    III.            Wenn von Test-Güte gesprochen wird, dann geht es immer wieder um Sensitivität und Spezifität. Was ist ein zuverlässiger Test?
Wir habenversucht, etwas Licht ins Dunkel zu bringen:
„Wie unterscheiden sich die verschiedenen Borreliose Tests? Sensitivität, Spezifität, Vorhersagewerte.“
Es wurde bei der Recherche deutlich, dass die einzelnen Teste sehr unterschiedlich und wenig vergleichbar sind.

    IV.             2002:
Bei diesem Vortrag von Professor Burmester wurde deutlich, welche beängstigenden Konsequenzen eine Borreliose-Erkrankung haben kann:
"Borreliose - Die Seuche aus Wald und Flur".
Hier eine Fortbildungsveranstaltung im Robert-Koch Institut. Was soll man noch kommentieren?
Lesen Sie selbst:
„Berliner Mikrobiologische Gesellschaft 12. 11. 2002, Lyme-Borreliose / Neuroborreliose“

      V.            2003
Zusammenstellung der Epidemiologie und Pathomechanismen von Borrelia burgdorferi auf Englisch:
„Incidence and prevalence of Lyme-Disease in Germany“
und hier auf Deutsch:
Pathomechanismen.

    VI.            2004
Vorstellung von Labordiagnostik bei SHG Symposion in Fulda. Hier finden Sie, wie serologische Tests aufgebaut sind. Lesen Sie bitte die Seiten 22 und 23. Die Sensitivität von Serologien lag zu Zeiten von MIQ 12 / 2000 zwischen 4 und 92 %!
Und S 35, das Ergebnis einer hausinternen Auswertung: bei der Spätborreliose findet man vor allem IgM!

  VII.            2005
In Berlin, im Labor von Dr. Waldherr, haben wir Testvergleiche durchgeführt und als
Poster beim IPS VIII vorgestellt (deutsche Version).
Ab Folie 23 werden die verschiedenen Resultate beim Einmessen einer Probe mit verschiedenen Systemen gezeigt.

VIII.            2007
Zusammenfassung des IPS IX: Lesen Sie mal, wie hoch die Durchseuchungstraten sind und wie hoch die Raten an Neuerkrankungen. Sie werden staunen. Es wurde auch eine transfusionsbedingte Babesiose beschrieben.

    IX.            2008
Vergleich Borreliose-Syphilis. Die Beschreibungen der Syphilis stammen zB aus dem Hausbuch der Gesundheit (Graupner) ca 1955.

      X.            2009
Poster beim IPS X und Vortrag bei der Borreliose-Gesellschaft in Tabarz, Kriterien analytischer Leistungsfähigkeit.
Der Vortrag über die Kriterien analytischer Leistungsfähigkeit wurde auch bei der RKI-Arbeitsgruppe in Berlin 2009 vorgestellt. Die Diskussionen zur Definition des Goldstandards waren bedenkenswert und führten zur nächsten Präsentation „Zielwertfindung und Standards in der Borrelien-Serologie“.

Lesenswertes:

·       Eine der ältesten der Borreliose-Webseiten wird immer noch von Jochen Gruber gepflegt: http://www.lymenet.de  

·       Die Behandlungsempfehlungen von J. Burrascano wurden schon vor Jahrzehnten mit solcher Weitsicht erstellt, dass man nur staunen kann. Fast alles, was lange Zeit als Aussenseiterwissen galt, hat sich bestätigt.

·       Brian Fallon, Neurologische Manifestationen.

·       Die Borreliose-Gesellschaft mit Behandlungsempfehlungen.

·       Borreliose Informationen aus Berlin.

·       Ellen Silbergeld, Johns Hopkins Universität,  zur Verwendung von Antibiotika in der Tierhaltung.

·       Birgit Jürschick Busbach

o   „Die verschwiegene Epidemie“.

·       Erregerpersistenz.

·       Link zur Ärzteliste von Frau Dr. Hopf-Seidel.

·       Dr. Wolfgang Klemann

o   Patienten mit Erreger- Direktnachweis bei chronischer Lyme-Borreliose: Klinik, Labordiagnostik, Antibiotika, Therapie und Krankheitsverlauf“.

§  90 Patienten mit positivem Direktnachweis von Borrelien DNA

§  Serologische Ergebnisse auf S. 9 des Büchleins:

·       Trefferquote ELISA alleine unter 50% !

·       Mit Blot war die Quote geringfügig besser.

·       Virginia Sherr

o   Borreliose und Darmbeteiligung “Bell’s Palsy of the Gut and Other GI Manifestations of Lyme and Associated Diseases

 

BORRELIA IFT 

Dies ist das Bild einer fluoreszenzmikroskopischen Analyse zur Erkennung von Antikörpern gegen Borrelia burgdorferi s.l. Es ist eigentlich ein suboptimales Beispiel, weil es keine einheitliche Fluoreszenz zeigt, wie z.B. im unteren Bild. An diesem Beispiel lassen sich aber die Schwierigkeiten einer serologischen Analyse, nicht nur eines IFTs zeigen:

Das Resultat hängt von dem eingesetzten Antigen ab. In einem Gemisch aus B.b. s.s., B. afzelii, B. garinii leuchten bei einigen Patienten die verschiedenen Stämme unterschiedlich hell. Im vorliegenden Präparat fällt die Fluoreszenz von B. afzelii besonders auf. Dies ist ein Hinweis dafür, dass die Antikörper nicht gänzlich kreuzreagierend sind.

Der Vorteil eines IFTs ist, dass man die Qualität des aufgetragenen Antigens mit einem Blick recht gut beurteilen kann. Sind die Stämme bei der Präparation der Objektträger nicht vorsichtig genug behandelt worden, dann kann man das sehen. Es bilden sich krümelige und /oder gewundene Strukturen, die sich allerdings nur bei einigen Seren zeigen.

 

Wahrscheinlich handelt es sich dabei um Granula oder Zysten. Solche Zysten haben andere Oberflächeneigenschaften, als “normale” Spirochäten.

Während man beim IFT  Abweichung gut erkennen und dann bei dem Hersteller reklamieren kann, ist dies im Bereich von ELISAs nicht möglich. Da hat mancher Hersteller Schwierigkeiten mit der Kontinuität der Chargen und wundert sich, dass beim Wechsel des Antigen-Zulieferers völlig andere Messergebnisse erzielt werden. Erklärbar ist dies mit unterschiedlichen Stämmen, unterschiedlichen Kultivierungsbedingungen und damit auch unterschiedlicher Qualität der Lysate.

Bild einer fluoreszenzmikroskopischen Analyse zur Erkennung von Antikörpern gegen Borrelia burgdorferi s.l.

Beispiel einer fluoreszenzmikroskopischen Analyse mit einheitlicher Fluoreszenz

 

 

HIER GIBT ES SELBSTGEMACHTE PHOTOS UND LINKS VON HÄMATOPARASITEN

 

 

EINIGE PRÄPARATE STAMMEN AUS DER TIERMEDIZINISCHEN FAKULTÄT BERLIN: Babesia 1, Babesia 2 , Babesia 3

alaEIN MALARIA RINGVERSUCH IST DABEI: Malaria RV 1,

 

UND EIN BILD VON EINEM PATIENTENBLUTAUSSTRICH OHNE TROPENANAMNESE.

ES SOLL GEZEIGT WERDEN, DASS ES IN MITTELEUROPA HUMANPATHOGENE HÄMATOPARASITEN GIBT, DIE IN DER ROUTINE-LABORDIAGNOSTIK ÜBERSEHEN WERDEN. ERYTHROZYTÄRE EINSCHLÜSSE WERDEN MEIST ALS FÄRBE-ARTEFAKT ANGESEHEN. SIE ZU FINDEN ERFORDERT VIEL GEDULD. MAN MUSS DAVON AUSGEHEN, DASS NACH STRUKTUREN ÄHNLICH WIE BEI PLASMODIUM FALCIPARUM ZU FAHNDEN IST, IN DER REGEL ZEIGEN SICH “SIEGELRING”- STRUKTUREN

 

Impressum:

Uta Everth, Olgastrasse 11, 71088 Holzgerlingen

email